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Ein Blick zur Immanuel-Gemeinde

Im katholischen Longerich lebten bis nach dem 2. Weltkrieg nur sehr wenige evangelische Christen. Statistiker schätzten die Zahl der Protestanten in Longerich auf allenfalls 300. Engagierte Gemeindeglieder sorgten indessen schon früh dafür, dass ein altes landwirtschaftliches Gebäude am Lindweilerweg zu einer Gottesdienststätte umgebaut wurde. Sie gaben ihr den Namen Lutherkapelle. Im Dezember 1933 war Einweihung unter Kirchen-und Hakenkreuzfahne.

Einweihung Lutherkapelle 03.12.1933

In der Gartenstadt-Nord, die zunächst noch als Stadtteil Merheim linksrheinisch daherkommt, wurden evangelische Gottesdienste im Saal der Gaststätte Trettin an der Neusser Straße gefeiert, dann in der Aula der neuen Volksschule Altonaer Straße und schließlich ab September 1957 im Gemeindehaus der heutigen Immanuel-Gemeinde. Diese war in verschiedenen Schritten aus der Großgemeinde Köln-Nippes entstanden und hieß bis 1998 Kirchengemeinde Köln-Gartenstadt Nord .

Mit dem Flüchtlingsstrom aus dem Osten und dem beginnenden Bauboom im Siedlungsgebiet Gartenstadt-Nord zwischen Neusser Straße und Alt-Longerich sowie Militärring und Gürtelbahn wuchs der Zustrom evangelischer Christen. Die Stadt Köln revidierte mehrfach ihre Planungen für die Zahl der Wohnungen und Häuser in der Gartenstadt. Ging sie zunächst von etwa 8.000 Einwohnern aus, so soll schließlich Platz für 22.000 Menschen geschaffen werden. Angelehnt an diese Planungen rechnete man damit, dass die evangelische Gemeinde auf 6.000 Seelen wachsen werde. Entsprechend groß wurden Gemeindezentrum und Kirche ausgelegt. So kommt es, dass zwischen 1962 und 1963 mit der Immanuel-Kirche die größte evangelische Kirche im Kölner Norden gebaut wurde. Zeitweilig gab es sogar Überlegungen für den Bau einer zweiten kleineren Kirche im Gemeindegebiet. Die Zahl von 6.000 Gemeindegliedern wird tatsächlich nie erreicht. Seit Jahren dümpelt die Zahl bei gerade einmal 2.000. Die Frage einer weiteren Kirche stellt sich längst nicht mehr.

Das 1956 gebaute Gemeindehaus der Immanuelgemeinde

Erst 1965, also acht Jahre nach dem Bau des Gemeindehauses in der Paul-Humburg-Straße, wird die Gartenstadt-Nord zur eigenen evangelischen Kirchengemeinde. Eingegliedert wurde 1976 die Restgemeinde Alt-Longerich mit der Lutherkapelle und dem Pfarrhaus Neuenbaumer Straße.

Die Lutherkapelle gehört heute der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche Deutschland. Für die äthiopischen Christen ist die Kapelle die St. Mikaelskirche. Mittelpunkt der Immanuel-Gemeinde ist die Immanuelkirche, die reich an Kunstwerken ist. Wegen der hervorragenden Klänge ihrer Orgel und der guten Akustik des Kirchenraumes gilt sie gleichfalls als Konzertkirche, die ausreichend Platz auch für große Veranstaltungen bietet. Als Segen für die Longericher-Gemeinde hat sich die 1996 gegründete Kindertagesstätte „Kita Kinderwelt Immanuel“ erwiesen. Sie zieht viele Familien in die Gemeinde und trägt zu einer deutlichen Verjüngung bei.